02.04.2025

6 Wochen ohne Social Media Schülerinnen und Schüler der 8c setzen ein Zeichen in der Fastenzeit

Lernende der Klasse 8c wollen ein besonderes Experiment wagen: Sie verzichten während der Faszenzeit auf soziale Medien und lernen völlig neue Dinge, über sich selbst aber auch über andere.

In der heutigen digitalen Welt sind Social Media Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat aus dem Alltag vieler Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Doch in der diesjährigen Fastenzeit haben sich Schülerinnen und Schüler der 8c unserer Schule entschieden, einen mutigen Schritt zu wagen: Sie verzichten in der Fastenzeit auf diese sozialen Netzwerke.

 

 

Die Idee dazu entstand im Politikunterricht, da dort im Rahmen einer Unterrichtsreihe Achtsamkeit und Selbstreflexion thematisiert wurden. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sofort bereit für dieses Projekt und wollten nicht nur auf digitale Ablenkungen verzichten, sondern auch herausfinden, wie sich ihr Alltag ohne die ständige Nutzung von Social Media verändert. „Wir wollten uns auf das Wesentliche konzentrieren und mehr Zeit für uns selbst und unsere Freunde im echten Leben haben“, erklärt Johanna Wellbrink.

 

 

Die ersten Tage waren für viele eine Herausforderung. Gewohnheiten sind oft schwer abzulegen, und die Versuchung, doch einen Blick auf die neuesten Posts oder Stories zu werfen, war groß. Doch mit der Zeit bemerkten die Schülerinnen und Schüler, dass sie sich freier und weniger gestresst fühlten. „Ich habe viel mehr Zeit für Hobbies und kann mich besser auf die Schule konzentrieren“, berichtet Lena Weise-Emden.

 

 

Neben der persönlichen Entwicklung haben die Lernenden auch die Möglichkeit genutzt, ihre Erfahrungen in der Gruppe zu teilen. Sie schrieben Tagebücher und tauschten sich aus, um über ihre Erlebnisse zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. „Es war schön zu sehen, dass wir nicht allein sind und dass wir uns gegenseitig motivieren können“, sagte Jonas Fast.

 

 

Am Ende der Fastenzeit werden die Jugendlichen stolz auf ihre Leistung sein. Sie haben aber bislang nicht nur ihre eigenen Grenzen getestet, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über sich selbst gewonnen. Viele von ihnen haben beschlossen, ihren Umgang mit Social Media auch nach der Fastenzeit bewusster zu gestalten. „Ich möchte weiterhin weniger Zeit online verbringen und mehr im Hier und Jetzt leben“, fasst Anton Papenkordt zusammen.
Geplant ist auch, dass die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Suchtprävention über ihre Erfahrungen Lernenden der 6. Klassen berichten werden, dass man seinen Social Media Konsum im Griff behalten kann.

 

 

Die Fastenaktion zeigt auch, dass es möglich ist, sich von der digitalen Welt zu distanzieren und die eigene Lebensqualität zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler der 8c haben mit ihrem Verzicht nicht nur ein Zeichen für Achtsamkeit gesetzt, sondern auch eine inspirierende Botschaft für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler hinterlassen: Manchmal ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten, um die Dinge klarer zu sehen.

 

 

Wir sind stolz auf das Engagement und die Entschlossenheit dieser Schülerinnen und Schüler und hoffen, dass ihre Erfahrungen auch andere dazu anregen, über ihren eigenen Umgang mit Social Media nachzudenken.

 

 

Folgende Lernende der 8c haben seit Beginn der Fastenzeit auf soziale Medien verzichtet:
Hintere Reihe: Mary-Jane Füst, Pia Krell, Eva Falk, Lisa Hübert, Hannah Igelbrinck, Jasmin Franz und Smilla Dück (v.l. nach re.)
Vordere Reihe: Jonas Fast, Anton Papenkordt, Holly Barnau, Lena Weise-Emden und Johanna Wellbrink. (v. l. nach re.)
Es fehlen: Adam Bezmawi, Eileen Dück und Anna-Sophie Schmidt.